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Haben Sie unklare Bauchbeschwerden oder andere Befindlichkeitsstörungen, die Sie nicht einordnen können? Möglicherweise ist der Getreidekleber Gluten dafür verantwortlich, den immer mehr Menschen nicht vertragen?

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Klebereiweiß, das im Getreide enthalten ist. Es besteht aus den Eiweißbestandteilen Gliadin und Glutenin und garantiert gute Backeigenschaften. Gluten wird auch als Emulgator, Bindemittel, Stabilisator und Verdickungsmittel in unterschiedlichsten Fertignahrungsmitteln benutzt.

Bedeutet Glutenunverträglichkeit gleich Zöliakie?

Nein. Die Glutenunverträglichkeit ist eine Überempfindlichkeit gegenüber den Eiweißbestandteilen Gliadin und Glutenin. Sie kann sich nicht nur als Verdauungsbeschwerden, sondern beispielsweise auch durch Gelenkbeschwerden, Hauterscheinungen, Migräne oder chronische Müdigkeit äußern, so dass viele Menschen gar nicht wissen, dass Sie an einer Glutenunverträglichkeit leiden. Bei etwa fünf Prozent aller Patienten mit Reizdarmsyndrom findet sich eine Glutenunverträglichkeit, die Diagnose Reizdarm ist dann nicht mehr zutreffend.

Das Krankheitsbild Zöliakie (im Kindesalter), im Erwachsenenalter als Sprue bezeichnet, geht mit ausgeprägten Beschwerden, wie zum Beispiel Durchfällen und Verdauungsstörungen, einher. Die Darmzotten bilden sich zurück, was mit einer Darmspiegelung nachgewiesen wird. Da über die kranke Darmschleimhaut nicht kontinuierlich Nährstoffe aufgenommen werden, kann sich ein Vitamin- und Mineralstoffmangel entwickeln. Hier ist eine lebenslange glutenfreie Ernährung unbedingt erforderlich.

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